Die Beziehung von Religion, Film und Medien ist ein wesentlicher Teil zeitgenössischer Religions- und Kulturforschung. Auf diesem Fachinformationsportal werden innovative Studien mit interdisziplinärer Relevanz vorgestellt und Projekte und Datenbanken aus der Theologie, der Religions-, Film- und Medienwissenschaft miteinander vernetzt.

Forschung

Die Internationale Forschungsgruppe Film und Theologie ist eine Kooperation von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Theologie und Religionswissenschaft, die an verschiedenen europäischen Universitäten und Institutionen tätig sind.   

  

Ökumenische Expertentagung 2020

 

Christentum in Krise und Bewährung

Freitag, 17.- Samstag, 18. Januar 2020

In der säkularen Kultur ist gegenwärtig vielfach die Rede vom Bedeutungsverlust der christlichen Kirchen. Der christliche Glaube, so scheint es, steckt tief in der Krise. Doch Religion, Glaubensfragen, Pfarrer/Priester und Kirche sind in neueren Kinofilmen und Serienproduktionen erstaunlich präsent. Ausgehend von dem Skandal des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche und der Notwendigkeit strafrechtlicher Aufarbeitung, die François Ozon in seinem neuen Film ins Zentrum stellt, wird sich diese ökumenische Expertentagung mit Fragen von Glaube und Zweifel, Geschlecht und Identität, Evangelikalismus, wie auch dem evangelischen Pfarrhaus als Topos und Biotop filmtheologisch und -analytisch auseinandersetzen.

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Ahmed (Idir Ben Addi) versunken im Gebet. Filmbild aus «Le Jeune Ahmed» © Xenix Filmdistribution GmbH Ahmed (Idir Ben Addi) versunken im Gebet. Filmbild aus «Le Jeune Ahmed» © Xenix Filmdistribution GmbH Le jeune Ahmed 05.12.2019 «Le jeune Ahmed» ist die Geschichte eines Jungen, der in sich verschlossen, allen Einflüssen von aussen trotzt. Er glaubt, seine Wahrheit gefunden zu haben und unterzieht sich einem strengen Lebenswandel. Er läuft dabei Gefahr, das Leben anderer und auch seines aufs Spiel zu setzen

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THE KINDNESS OF STRANGERS | © filmdienst.de

THE KINDNESS OF STRANGERS

Die Frau eines gewalttätigen Polizisten stiehlt sich nachts mit ihren beiden kleinen Söhnen aus dem gemeinsamen Haus und flieht ins winterliche Manhattan, wo sie sich und ihre Kinder mit Almosen und kleinen Diebstählen über Wasser hält. Ihr hartes Schicksal wendet sich, als sie eine Krankenschwester und einen ehemaligen Häftling kennenlernt, die es gut mit ihr meinen. Der wundersame Wohlfühlfilm entwirft ohne jeden ironischen Anflug oder Zynismus eine Choreografie der Freundlichkeit, mit der sich die neoliberalen Verwerfungen individuell mildern lassen.
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AQUARELA | © filmdienst.de

AQUARELA

Wasser ist nicht nur der Quell allen Lebens, sondern bedroht in Gestalt des Klimawandels zunehmend auch die menschliche Zivilisation. Das entfesselte Filmessay stürzt sich mit hochauflösenden Kameras und 96 Bildern in der Sekunde ins schmelzende Packeis oder einen tosenden Sturm, um die zerstörerische Gewalt der Wassermassen erfahrbar zu machen. Mit überwältigenden Bildern beschwört der Film die archaischen Kräfte des Wassers, seine Schönheit wie seine unerbittliche Willkür. Allerdings wirken die spektakulären Aufnahmen mitunter wie wohlfeile Trophäen, da ihnen eine erzählerische Metaebene fehlt.
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ALVA | © filmdienst.de

ALVA

Ein portugiesischer Ziegenhirte hat sich in der Einsamkeit einer dichtbewachsenen Hügellandschaft verschanzt und begeht aus Rache ein Verbrechen. Anschließend flieht er wie ein Tier in die Natur, wo er sich versteckt, bis ein Bad in einem Fluss eine Wende bewirkt. Der auf körnigem 16mm-Material gedrehte Film folgt der schroffen Figur auf immersive Weise, ohne ihr wirklich nahezukommen. Nebenbei kommt ein berückend-rauer Landschaftsfilm zum Vorschein, der in seiner betonten Reduktion aber forciert wirkt.
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Buchreihe

  Die Reihe «Religion, Film und Medien» erscheint im Schüren Verlag und fokussiert sich auf die Beziehung von Religion, Film und weiteren (audiovisuellen) Medien. Sie bietet innovativer Forschung aus Theologie, Religions-, Film- und Medienwissenschaft sowie interdisziplinären Projekten eine Plattform.

Zeitschrift

 Das «Journal for Religion, Film and Media» (JRFM) bietet eine Plattform für die wissenschaftliche Erforschung des Themenfeldes Religion und Medien. Der Fokus liegt auf audiovisuellen und interaktiven Formen der Kommunikation. JRFM befasst sich mit den Herausforderungen, die sich aus der dynamischen Entwicklung von Medientechnologien in der Interaktion mit Religion ergeben.